Dahlen - Tor zur Dahlener Heide
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Ochsensaal
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Kirche Ochsensaal

© loewe

Nordwestlich von Schmannewitz lädt das Walddorf Ochsensaal zu einem Besuch ein. Seinen besonderen Reiz verdankt der Ort den vielen ihn umschließenden Waldteichen und natürlich den Wäldern. Die Geschichte der Ansiedlung reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück - aus dieser Zeit jedenfalls datiert der Bau der Dorfkirche. Urkundlich findet Ochsensaal 1473 erste Erwähnung. An die erste Besiedlung zur Bronzezeit erinnert noch heute das größte Hügelgräberfeld der Dahlener Heide, das nordwestlich von Ochsensaal im Waldgebiet Heinitz zu finden ist.


Trotz seiner relativen Abgeschiedenheit hinterließen die Kriegswirren auch in Ochsensaal ihre Spuren. Wasserburgen boten im Mittelalter einen gewissen Schutz. Reste einer solchen Anlage - ein Graben und ein Erdwall - kann man noch heute am Krummen Teich südlich des Ortes finden. Dieses sogenannte "alte Schloß" war gleichzeitig Sitz des Gutsvogtes. Einer Legende nach soll sich hier in der Gegend auch eine Raubritterburg befunden haben.

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© Löwe

Fast alle Felder, große Waldungen und die Fischteiche gehörten damals zu einem Rittergut. Deren Besitzer, die meist Adlige aus anderen Orten waren, wechselten sehr oft. Im Ort selbst sind noch ein Paar Dreiseitenhöfe gut erhalten, die früher von sogenannten "Pferdnern" bewirtschaftet wurden. Pferdner waren Bauern, die sich auch Pferde halten konnten. Viele Häusler hatten sich in Ochsensaal niedergelassen - sie fanden Brot und Lohn im Forst oder auf dem Gutshof. Trotz seiner abgeschiedenen Lage machten die Kriege keinen Bogen um die Ansiedlung. Wie eine Sage berichtet, stellten plündernde Söldner ihre Pferde sogar in der Kirche ab. Um dies in Zukunft zu vermeiden, verengten die Einwohner den Kircheneingang dermaßen, dass nur noch Personen Zutritt fanden. Erst 1952 erweiterte man diese Pforte wieder auf ihr Normalmaß. Diese kleine Dorfkirche hat sich seit ihrer Errichtung im schlichten romanischen Baustil aus dem 12. Jahrhundert kaum verändert. Lediglich die Fenster, der Dachreiter und die Inneneinrichung stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Rasselbock

© Löwe

Gaststätte Fröhlich

© Löwe

Dammühlenteich

© Löwe


Mit dem entstehenden Fremdenverkehr in Schmannewitz fanden sich erste Erholungssuchende in Ochsensaal ein, wobei schon damals der Dammühlenteich eine besondere Rollte spielte und heute ein Geheimtipp für alle Campingfreunde und Wasserratten ist. Der Badeteich mit einer Wasserfläche von rund 13 ha ist umgeben vom Waldgebiet der Dahlener Heide und mit seinem Campingplatz, einer Bungalowsiedlung sowie der gastronomischen Einrichtung ausgestattet.

Der Dammühlenteich wird vom Lossa-Quellbach durchflossen. Wander- und Radfahrwege verbinden ihn mit dem Sieben-Quellental, dem Schildberg bis hin nach Schildau. Zur Zeit der Walpurgisnacht sollten junge Männer jedoch den bei Ochsensaal gelegenen "Nixentümpel" meiden. Es wird erzählt, dass immer um Mitternacht Nixen diesem Tümpel entsteigen, Neugierige Burschen, die den Reigen beobachten, ziehen sie dann auf ewig mit ins Wasser.

Dammühlenteich Ochsensaal

© Löwe

Warum heißt der Ort Ochsensaal?

Schon viele Leute zu uns kamen
und fragten, warum hat der Ort wohl diesen Namen?
Die Frage zu beantworten ist nicht leicht,
weil es weit zurück schon reicht.

Wie ihr alle wisst, hier auf Erden
durchzog man früher die Lande mit Pferden.
So geschah es auch einmal,
dass kam der Landesherr zu uns ins Tal,
hielt mit seinem Wagen an,
wollte wechseln sein Pferdegespann.

Und so schaute er aus,
da guckte ein Bauer aus dem Haus.
"He da, Bauersmann,
ich möchte hier wechseln mein Pferdegespann!"

Da kratzte der Bauer sich hinter den Haaren
und sagte: "Da wärn´s wohl müssen weiterfahren,
denn so was tun wir hier nicht ham,
wir spannen nur mit Ochsen an."

Der Landsherr: "Nein das ist eine Qual,
so nennen wir den Ort ab heute
"Ochsensaal"
 

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